
Wer in der Schweiz schwerere Drohnen (C2-Klasse bis 4 kg) näher an Wohngebieten oder Menschen fliegen möchte, benötigt zwingend das Fernpilotenzeugnis A2. Während der kleine A1/A3-Nachweis oft als reine Formsache gilt, fordert das A2-Zertifikat echtes Wissen. Doch was genau wird abgefragt? In diesem Artikel beleuchten wir die Prüfungsfragen, die Themengebiete und wie du dich in der Schweiz am effizientesten vorbereitest.
Die A2-Theorieprüfung: Fakten & Zahlen
Im Gegensatz zum A1/A3-Kompetenznachweis, den man direkt auf der UAS.gate Plattform des BAZL absolviert, erfordert das Fernpilotenzeugnis eine beaufsichtigte Zusatzprüfung.
- Umfang: Der Fragenkatalog umfasst exakt 30 Multiple-Choice-Fragen.
- Zeitrahmen: Für die Beantwortung stehen in der Regel 45 Minuten zur Verfügung.
- Erfolgsquote: Um zu bestehen, müssen 75 % der Fragen korrekt sein (max. 7 Fehler).
Die drei prüfungsrelevanten Themengebiete
Die Fragen stammen nicht wahllos aus dem Luftrecht, sondern konzentrieren sich auf drei spezifische Säulen, die für das Fliegen nahe an Menschen essenziell sind:
- Meteorologie (Wetterkunde): Einfluss von Wind, Temperatur und Luftdichte auf das Fluggerät.
- UAS-Flugleistung: Technik, Akku-Management, Schwerpunktlage und Flugeigenschaften.
- Technische und betriebliche Minderung von Risiken am Boden: Wie schütze ich unbeteiligte Personen? Wie verhalte ich mich im Langsamflug-Modus?
Der Weg zum Schein: Selbststudium & Prüfung
In der Schweiz gilt der gleiche EASA-Standard wie in der EU. Der Ablauf ist strikt geregelt:
1. Das praktische Selbststudium
Bevor du zur Prüfung antreten darfst, musst du ein praktisches Training absolvieren. Das BAZL (Bundesamt für Zivilluftfahrt) schreibt vor, dass du in einer sicheren Zone (Kategorie A3, weit weg von Menschen) Flugmanöver übst.
Typische Übungen: Start/Landung, präziser Schwebeflug, Notfallsimulationen.
Wichtig: Du bestätigst die Durchführung dieses Trainings per Eigenerklärung vor der Prüfung.
2. Die Prüfung (Online oder Präsenz)
Du kannst die Prüfung bei einer zertifizierten Stelle ablegen. Da die Schweiz die EU-Regulierung übernommen hat, werden Zertifikate von deutschen Prüfstellen (PStF) vom BAZL voll anerkannt. Das ist oft günstiger und flexibler als lokale Präsenz-Anbieter.
Viele Schweizer nutzen deutsche Online-Anbieter, da die Prüfung dort oft günstiger ist und komplett online (von zu Hause aus) absolviert werden kann. Das Zertifikat ist in der Schweiz zu 100 % gültig.
Unsere Empfehlung: Drone Class (hier klicken) für ca. 71 € (ca. 67 CHF).
Anbieter-Vergleich für die A2-Prüfung
Lohnt sich der Blick über die Grenze? Oft ja. Hier ein Vergleich beliebter Optionen für Schweizer Piloten:
| Anbieter | Preis (ca.) | Online-Prüfung? | Gültig in CH? |
|---|---|---|---|
| Drone Class | 71 € (ca. 67 CHF) | ✔ Ja | ✔ Ja (EASA) |
| DPH Drohnenschule | 89 € (ca. 85 CHF) | ✔ Ja | ✔ Ja (EASA) |
*Preise können je nach Wechselkurs leicht variieren. Prüfungssprache ist Deutsch.
Häufige Fragen (FAQ)
Muss ich die Prüfung beim BAZL machen?
Nein. Das BAZL verwaltet zwar die Registrierung und den kleinen A1/A3 Schein (via UAS.gate), aber die A2-Prüfung wird von privaten, zertifizierten Stellen durchgeführt.
Wie schwer sind die Fragen?
Die Durchfallquote ist gering, wenn man sich vorbereitet. Gute Online-Kurse bieten „Mock Exams“ (Test-Prüfungen) an. Wer diese besteht, schafft auch die echte Prüfung problemlos.
Welche Drohnen darf ich damit fliegen?
Mit dem A2-Zeugnis darfst du Drohnen der C2-Klasse (bis 4 kg) im sogenannten „Open A2“ Bereich fliegen – also bis auf 30 Meter (bzw. 5 Meter im Low-Speed-Modus) an unbeteiligte Personen heran.
Fazit
Für Drohnenpiloten in der Schweiz ist das Fernpilotenzeugnis A2 der nächste logische Schritt nach dem Kompetenznachweis. Durch die Nutzung anerkannter Online-Prüfstellen lässt sich das Zertifikat bequem von Zürich, Bern oder Basel aus am heimischen Computer erwerben.
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